Optimal reguliert

Die perfekte Balance der Feuchtigkeit

Schimmelbefall nachhaltig verhindern

Feuchtigkeit ist ein zentrales Thema für gelungenes Bauen und Wohnen. Denn beides, zu viel und zu geringe Feuchtigkeit in unseren vier Wänden, führt zu weitreichenden Konsequenzen: Unbehagen, Belastung der Gesundheit, Schäden an und in Gemäuern, und hohe Folgekosten, die daraus resultieren.

Kochen, atmen, schwitzen, duschen – wo sich Menschen aufhalten, entsteht Feuchtigkeit. Besonders aus dem Badezimmer sind die Effekte bekannt: Beschlagene Spiegel zeigen, die vorhandene Raumluft kann die entstandene Feuchtigkeit nicht mehr absorbieren. Die passende spontane Reaktion: Wir öffnen die Fenster, um die gesättigte Luft nach außen zu entlassen.

Zu häufig aber, kommt das Lüften zu kurz. Die Feuchtigkeit setzt sich an den Wänden ab. Trifft dies mit mangelhafter Isolierung zusammen – wie es sich häufig in Altbauten zeigt – entdeckt man bald gefürchtete Zeichen: der Schimmelbefall ist da.

Unsere Atemwege brauchen Feuchtigkeit

Die Herausforderung der Feuchtigkeitsbalance ist: Es gilt nicht nur zu hohe Feuchtigkeit zu vermeiden. Denn wir Menschen brauchen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ein gewisses Maß an Feuchtigkeit in der Luft. Gereizte Schleimhäute, juckende Haut, Kopfschmerzen, die sich ankündigen – wir alle kennen diese Warnzeichen.

Nach zu vielen Stunden in überheizten, schlecht gelüfteten Räumen trocknen Rachen, Nase und Bronchien aus. Das ist nicht nur im Moment unangenehm, Bakterien und Viren haben nun leichtes Spiel. Denn die kleinen Flimmerhärchen der Schleimhäute unserer Atemwege können ihre reinigende Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Speziell in der Nacht wird zu trockene Luft zur Belastung. Oft ohne dass wir es merken, wirkt sie sich auf die Qualität unseres Schlafes aus. Guter Schlaf braucht eine frische Atmosphäre: passende Temperatur, hoher Sauerstoffgehalt, optimale Luftfeuchtigkeit.

Die gesunde, natürliche Klimaanlage

Der nachgewiesen ideale Feuchtigkeitsgehalt für Innenräume liegt in der Bandbreite von 35 bis 55 Prozent. Durch die beschriebenen Einflüsse wird es aber zur Herausforderung, den Feuchtigkeitsgehalt innerhalb dieser Werte zu stabilisieren. Hier kommt der „Klima-Meister“ Lehm ins Spiel. Auf zusätzliche Lüftungssysteme kann verzichtet werden.

Lehm besitzt die faszinierende und einzigartige Fähigkeit, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren: Wird Lehm in wirksamer Masse aufgebracht (mindestens 40 mm), nimmt Lehm die zu hohe Feuchtigkeit in den Räumen auf und gibt sie – sinkt diese wieder – an den Raum zurück. Wie einer perfekt eingestellten natürlichen Klimaanlage gelingt es ihm, die Luftfeuchtigkeit stabil zu halten. Selbst im Badezimmer bleiben die Spiegel trocken – egal, wie ausführlich das gemütliche Duschen war.

Der perfekte Schutz für Holz ist Lehm

Aus der Regulierungsfähigkeit des Lehms gegenüber Feuchtigkeit ergibt sich ein zusätzlicher faszinierender – und bauphysikalisch hoch relevanter – Effekt: Lehm übernimmt eine Schutzfunktion für das mit ihm verbaute Holz:

Die sogenannte Gleichgewichtsfeuchte von Lehm liegt meist unter 5, nie über 6 Prozent. 

Die von trockenem Holz selten unter 9 – bei Bauholz oft über 12 Prozent. Wird nun Holz in Verbindung mit Lehm verbaut, zieht der Lehm die Feuchtigkeit vom Holz weg – und sorgt auf diesem Weg dafür, dass dieses nicht von Pilzen und Insekten befallen wird.

Da Lehm sich nicht elektrisch auflädt, zieht es keine Staub- und Schmutzpartikel an – im Gegenteil etwa zu einem Plastik-Lampenschirm, auf dem sich immer sehr schnell Ablagerungen zeigen. 

Dass Lehm außerdem die Eigenschaft besitzt, Gerüche und Schadstoffe zu binden, wirkt sich zusätzlich auf den alltäglichen Wohnkomfort aus.

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